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Welcome Venice

Andrea Segre | IT 2022 | 103 min
Mit: Paolo Pierobon, Andrea Pennacchi, Ottavia Piccolo
Kinostart: 21.6.2024

Nach seinem Erfolg „Moleküle der Erinnerung“ beschäftigt sich Andrea Segre erneut mit einem unbekannten Gesicht hinter der Fassade Venedigs. Doch während seine Doku eine fast surreale Variation seiner Heimatstadt zeigte, taucht WELCOME VENICE ein – in die menschlichen Wirklichkeiten, die einem touristischen Blick verschlossen bleiben.

Die Brüder Pietro und Alvise gehören zu einer alten Fischerfamilie aus Giudecca, einer der Inseln, aus denen die Stadt Venedig besteht. Ihr Leben kollidiert vor dem Hintergrund des unaufhaltsamen Wandels, der die Realität und die Identität Venedigs und seiner Bewohner verändert: Der zunehmende Einfluss des globalen Tourismus verändert die Beziehungen zwischen der Stadt und ihren Bewohnern. Obwohl es anstrengend und einsam ist, möchte Pietro weiterhin „moeche“, die typischen Krebse der Lagune, fischen; Alvise hingegen sieht in seinem Elternhaus die Möglichkeit, neu anzufangen, indem er Beziehungen zur Immobilienelite aufnimmt, die die Stadt beherrscht. Der Konflikt greift schließlich auf die ganze Familie über und mündet in ein unvergessliches Finale.

Andrea Segres Filmschaffen kreist seit Jahren um seine faszinierende Heimatstadt Venedig. Auch in WELCOME VENICE zeigt er wieder berührend authentisch ein vor den Touristen verborgenes Venedig am Wendepunkt, wie man es sonst nie zu sehen bekommt.

Filmtournee Cinema Italia:Publikumspreis

»Immer wieder gewährt Segre unverbrauchte Perspektiven auf die Stadt Venedig mit einer teils vollendeten Kamerawirkung.« – epd film

Regiestatement:
„Zehn Jahre nach meinem Film „Io sono Li“ kehre ich mit Welcome Venice zu einem Film zurück, in dem die Stadt Venedig, die Orte und ihre Bewohner eine grundlegende Rolle spielen. Ein Film, der in die Gassen und Gewässer eines Venedigs eintaucht, das Angst hat, zu verschwinden und nicht weiß, wohin die Zukunft führt, Ich komme vom Dokumentarfilm, daher ist mir Authentizität sehr wichtig. Die beiden Hauptfiguren sind professionelle Schauspieler, aber viele Nebenfiguren habe ich mit Laien aus Venedig besetzt, die sich quasi selber spielen. Dazu gehört auch der häufige Wechsel von Hochitalienisch zum venezianischen Dialekt, was im Alltag sehr häufig vorkommt. Und Paolo Pierobon, der Darsteller des Piero, musste selbstverständlich vor Drehbeginn das Krabbenfischen erlernen.“ ANDREA SEGRE